
Erfurt steht zusammen: Unser starkes Zeichen für die Demokratie am 4. Juli!
2. Juni 2026
Die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße zu DDR-Zeiten gefürchtetes Gefängnis der Staatsicherheit, ist heute vieles: Gedenkstätte, Bildungsstätte und Erinnerungsort. Der Ortsverein der SPD Erfurt-Süd nahm den17. Juni zum Anlass, sich zur Ortsvereinssitzung an genau dem Ort zu treffen, an dem Andersdenkende eingesperrt wurden. Mehr als 5000 Menschen verschwanden bis 1989 hinter den markanten Backsteinmauern in der Andreasstraße. Unangepasste, Andersdenkende, Christen, Gewerkschafter – die dokumentierten Gründe für die Inhaftierung sind vielschichtig. Die Lebenswege sind auf besondere Weise von diesen Erfahrungen der Repression geprägt, aber auch von Gedanken zu demokratischem Aufbruch und Neubeginn. Geschichten, wie die von Marilene Bornemann, die 1989 zu den ersten Gründungsmitgliedern der wiedererstandenen Sozialdemokratie gehört haben, sind Teil der ostdeutschen Freiheitsgeschichte. An diesem Abend standen Menschen wie sie im Fokus, die etwas verändern wollten, von Freiheit träumten oder einfach nur nicht in das System DDR passten – die dem System nicht passten. Auf neue Weise werden fortan in der Gedenkstätte ihre Leben erzählt. Mit einem neuen interaktiven Medientisch lassen sich 31 persönliche Schicksale, die auf bewegende Weise mit Zeichnungen illustriert wurden, nachvollziehen.
Interessiert folgten ca. 15 Mitglieder Ortsvereins der SPD Erfurt-Süd den Ausführungen von Jochen Voit, dem Leiter der Gedenkstätte und Genossen des Ortsvereins. Ein Resümee des Abends: die Zeit war viel zu kurz, sodass wir das Thema jedem Fall vertiefen werden.





