
Jugendhilfeausschuss stellt Weichen für Integrierte Jugendhilfeplanung
21. Februar 2025
SPD Ortsverein Erfurt Süd wertet die Bundestagswahl aus
11. März 2025
Jörg Neigefindt, Vorsitzender der AG60plus.
Die AG 60plus Erfurt traf sich am Donnerstag, den 27.02.2025, im Restaurant „Übersee“ zu einer Veranstaltung zum Thema: Wahlnachbereitung der Bundestagswahl.
Als Gast war der Thüringer Landeswahlleiter, Dr. Holger Poppenhäger, anwesend. Er berichtete kurz über die notwendigen Vorbereitungsarbeiten in den Wahlbehörden im Land und in den Kommunen und auch über die damit verbundenen Herausforderungen, insbesondere wegen der kürzeren Fristen, um diese Bundestagswahl ordnungsgemäß durchzuführen.
Am Wahltag selbst lief alles ordnungsgemäß und ohne nennenswerte Vorfälle ab, auch durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Wahlhelfer. Das erreichte Wahlergebnis für die SPD war allerdings alles andere als zufriedenstellend. Auf Bundesebene kam die SPD gerade mal auf 16,4 % und erzielte damit ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl. In Thüringen sah es nicht anders aus. Bei dem Zweitstimmenergebnis verlor die SPD gegenüber 2021 14,6 % der Wählerstimmen und landete mit nur 8,8 % auf Platz 5 hinter dem BSW (9,4 %), der Linken (15,2%) und CDU (18,6 %). Wahlsieger war mit 38,6 % die AfD. Die laut Verfassungsschutz gesichert rechtsextreme Partei konnte flächendeckend punkten, nicht nur in den ländlichen Gebieten sondern auch in den Städten. Für uns alle sehr schockierend.
Schaut man sich die Wählerwanderung genauer an, zeigt sich, dass die SPD über 3,5 Mio. Stimmen verloren hat, die meisten, fast 2 Mio., allerdings an die CDU. Hinzugewinnen konnte sie jedoch nur knapp 400 Tausend Stimmen und diese vor allem aus den Reihen der Nichtwähler.
Was waren die Gründe für dieses niederschmetternde Ergebnis? In der anschließenden zum Teil kontroversen Diskussion wurden viele Punkte angesprochen, analysiert und Vorschläge unterbreitet. Einig war man sich darin, dass die Ampelregierung in Berlin mit ihren ständigen öffentlichen Streitereien einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat. Doch war es das allein? Es wird sicher noch einiger Sitzungen bedürfen, das Ergebnis umfänglich zu analysieren und daraus zielorientierte Konsequenzen zu ziehen für eine künftig wieder starke Sozialdemokratie.