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Am Samstag, 27. September, wurde André Grenzdörffer zum neuen SPD-Kreisvorsitzenden gewählt. Das Foto zeigt ihn mit der bisherigen Vorsitzenden Cornelia Urban.
Die Erfurter SPD hat am Wochenende einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist der Unternehmer und Gastronom André Grenzdörffer (46). Als Stellvertreterinnen wurden Mareike Dietrich (30) und Anke Döpping (57) in ihren Ämtern bestätigt. Neu in die Runde kam Tobias Feier (39) als stellvertretender Vorsitzender. Zum Vorstand gehören außerdem Schatzmeister Robert Malsch sowie sechs weitere Beisitzerinnen und Beisitzer.
Grenzdörffer sieht die Partei gut aufgestellt: „Wir haben eine starke Mannschaft mit neuen und erfahrenen Gesichtern an Bord. Wir werden nun gemeinsam mit der Fraktion die SPD inhaltlich auf die Oppositionsrolle in der Stadt einstimmen und wieder in die Erfolgsspur führen.“
Schwerpunkte für die kommenden zwei Jahre
Inhaltlich fasste der Parteitag mehr als 50 Beschlüsse. Im Mittelpunkt standen Stadt- und Wirtschaftsentwicklung, soziale Sicherheit sowie Beteiligung und Mitbestimmung. Dazu gehören unter anderem Forderungen nach einer stabilen Energieversorgung, nach Konzepten für Handwerks- und Industriearbeitsplätze, einer Vision Zero für den Radverkehr sowie einem Gesamtkonzept für die Thüringenhalle. Auch der Ausbau öffentlicher Toiletten wurde beschlossen.
Beim städtischen Haushalt will die SPD künftig nur dann zustimmen, wenn es keine Kürzungen im Sozialbereich gibt. Zudem fordern die Sozialdemokraten einen Aktionsplan gegen Wohnungsnot und Obdachlosigkeit.
Mehr Familienfreundlichkeit und Inklusion
Die Delegierten sprachen sich dafür aus, den Nahverkehr für Schülerinnen und Schüler mittelfristig kostenfrei zu machen. Auch soll der kostenfreie Museumstag wieder auf ein Wochenende gelegt werden, damit Familien ihn stärker nutzen können. Für ältere und eingeschränkte Menschen soll es weiterhin analoge Termine in den Ämtern geben. Außerdem will die SPD mit Verbänden über „ruhige Stunden“ und „langsame Kassen“ in Märkten und Einkaufszentren verhandeln.
Neustart nach der OB-Wahl
Nach der verlorenen Oberbürgermeisterwahl sieht die SPD den Parteitag auch als Signal zum Aufbruch. Grenzdörffer kündigte an, Strukturen und Satzung zu modernisieren und die Parteiarbeit transparenter zu gestalten: „Mit unseren über 600 Mitgliedern haben wir eine riesige Kompetenzbasis. Diese wollen wir aktiver einbeziehen und für uns nutzen.“




